Katzenproblematik deutschlandweit, auch in
Bitterfeld
Die freilebenden Katzen, die seit Jahren durch Frauen versorgt wurden, sind auf einmal nicht mehr gewünscht. Wir haben sehr viele Katzen, die auf den Strassen, in den alten Bauruinen leben und
durch Tierfreunde versorgt werden. Sie sind zum Teil auch sehr alt. Die freiwilligen Betreuer können sich die tierärztlichen Kosten nicht leisten. Wir übernehmen oft die tierärztlichen Kosten für
diese betreuten Katzen. Alles können wir jedoch nicht übernehmen, weil wir auch 20 Katzen und 13 Hunde beherbergen.
Bauruinen werden abgerissen, die Grünflächen werden zum Campingplatz , Häuser werden saniert. Die Katzen haben keine Unterkünfte mehr. Keiner will die Katzen haben. Wo sollen die Katzen hin?
Im Umfeld der Tierauffangstation leben sehr viele freilebende Katzen. Für diese haben wir eine Futterstelle errichtet und auch unsere Kellereingänge halten wir offen. Dort haben wir isolierte
Hundehütten, wo die Katzen überwintern können. Jedoch, die Katzen vertreiben sich gegenseitig. Wenige Katzen überwintern dort.
Das Tierheim in Bitterfeld hat einige davon kastrieren lassen, APG auch. Einige Strassenkatzen haben wir danach aufgenommen und können sie sehr schlecht vermitteln. Die Vermittlungskonkurrenz ist
sehr gross. Hinterhofzüchter/Rassen-Züchter/Auslandskatzen/private Abgabe etc...
In dieser Kälte leben die armen Katzen irgendwo im Freien. Wenn die Kälte ausbricht und die Katzen immer seltener zu sehen werden, weiss ich, daß ich einige im Frühjahr nicht mehr sehen
werde.
Jede Nacht, wenn ich in meinem warmen Zimmer sitze, habe ich ein schlechtes Gewissen, denke an diese Tiere, die in der Kälte übernachten müssen. Es kristallisiert sich immer mehr heraus, daß wir
definitiv einen sehr grossen freilebenden Katzenbestand haben.
Diese Tiere sind in Not.
Es muss eine Lösung gefunden werden, aber was und wie, das weiss ich nicht.
Durch meine Einsätze für die türkischen Tiere habe ich erfahren, daß einige Gemeinden in den öffentlichen Parks, Katzenhäuser bauen. Die Versorgung der Tiere erfolgt durch den Tierschutz. Ob es
auch für uns eine Lösung wäre?
Ob wir gemeinsam uns für die freilebenden Katzen einsetzen sollen?
Viele Grüsse,
Adile Pannicke
www.tierauffangstation-apg.de

